Wie läuft die Behandlung ab?
Was passiert bei der Behandlung?
Sie spritzen sich das Faktorpräparat in eine VeneVenen sind die Blutgefäße, die das Blut zum Herzen hin transportieren. Sie befördern in der Regel sauerstoffarmes Blut., meist in eine Armvene (intravenös, i.v.).
Faktorpräparate eignen sich zur ProphylaxeBehandlung oder Maßnahmen, um Krankheiten und Krankheitsfolgen vorzubeugen. und zur Behandlung von akuten Blutungen (Bedarfsbehandlung). Sie enthalten aus dem Blut aufgereinigten (plasmatischen) oder im Labor hergestellten (rekombinanten) Faktor VIII. Auf diese Weise wird der bei Hämophilie A fehlende Gerinnungsfaktor ersetzt. Neuere Präparate enthalten einen Faktor VIII, der so verändert wurde, dass die Wirkung im Körper länger anhält.
Wie lange ein Präparat im Körper wirksam ist, lässt sich mit der sogenannten Halbwertszeit beschreiben. Sie gibt an, wie lange es dauert, bis die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut ist. Je länger die Halbwertszeit, desto seltener sind meist die notwendigen Injektionen. Faktorpräparate können dementsprechend nach ihrer Wirkdauer in drei Gruppen eingeteilt werden:
Faktorpräparate mit
kurzer Wirkdauer (StandardHalbwertszeit)
verlängerter Wirkdauer (verlängerte Halbwertszeit)
sehr langer Wirkdauer (ultralange Halbwertszeit)
Wie oft ist die Behandlung nötig?
Es gibt verschiedene Faktorpräparate, die unterschiedlich lange wirken. Je nach Wirkdauer und Intensität der Behandlung ist es nötig, sich 1- bis 3-mal in der Woche zu spritzen.
Wie lange dauert die Behandlung?
Die Vorbereitung, das Spritzen und die Dokumentation dauern wenige Minuten. Zusätzlich haben Sie alle 3 bis 6 Monate Termine bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie lange kann ich die Behandlung durchführen?
Sie können Faktorpräparate langfristig anwenden. Bei weniger als 1 von 100 Menschen, die schon länger Faktorpräparate nutzen, reagiert die ImmunabwehrEin komplexes Zusammenspiel von verschiedenen Immunzellen, Organen und Abwehrmolekülen wie Antikörper. Das Immunsystem erkennt körperfremde Stoffe wie Krankheitserreger und Schadstoffe, aber auch krankhaft veränderte Körperzellen und macht diese unschädlich. So verhindert die Immunabwehr Infektionen und andere Erkrankungen. mit der Bildung von Hemmkörpern. Dann kann ein Wechsel zu einer anderen Behandlung nötig sein.
Kann ich die Behandlung wechseln?
Ja, es ist jederzeit möglich, in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu einer anderen Behandlung zu wechseln. Wenn Ihre Immunabwehr auf die Behandlung mit Faktorpräparaten mit der Bildung von Hemmkörpern reagiert, ist eine Gentherapie jedoch nicht mehr möglich.
Die Ärztin beschreibt die Anwendung von Faktorpräparaten
Der Arzt betont die Halbwertszeit und Dokumentation der Behandlung
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.